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Mrz 15

Knoblauch und Zwiebeln sind für Hunde und Katzen gefährlich. Schon kleine Mengen, die über das Futter aufgenommen werden, können zu Blutarmut führen.
Viele Leckerlis oder Futterergänzungen beinhalteten Knoblauch. Die in der Knolle enthaltenen Schwefelverbindungen können bei Vierbeinern die roten Blutkörperchen zerstören.

Tiere reagieren auf die Knolle mit Vergiftungserscheinungen: Erbrechen, Durchfall, ein schwacher Puls, Schweratmigkeit und Blut im Urin gehören zu den Symptomen. Für einen Hund können schon fünf Gramm Knoblauch toxisch wirken. Beobachten Halter die genannten Symptome, sollten sie das Tier schnell zum Tierarzt bringen.

Allium sativum – Veterinärtoxikologie
Toxische Dosis
Hunde: 5g/kg Körpergewicht ganzer Knoblauch oder 1.25 ml/kg Körpergewicht Knoblauchextrakt während 7 Tagen (Lee et al., 2000; Means, 2002)
Pferde: Tägliche Dosis > 0.2 g/kg Körpergewicht getrockneter Knoblauch, entspricht > 2 g/kg Körpergewicht frischer Knoblauch.

Maximale mittlere Tagesdosis von frischem Knoblauch oder Äquivalent: Katzen und Hunde: 4 g/Tier, Grosse Wiederkäuer: 20-30 g/Tier, Pferde: 20 g/Tier.

Klinische Symptome
Vomitus, Diarrhoe, Schwäche, Tachypnoe, Tachykardie, Anämie, Ikterus, Hämoglobinurie (siehe Zwiebel).

Therapie
Dekontamination / Symptomatische Therapie (Notfalltherapie).
Bluttransfusion bei starker Anämie.




Ebenfalls die Zwiebel hat eine toxische Wirkung bei Hunden und anderen Tieren:

Allium cepa – Veterinärtoxikologie
Toxische Dosis
Hunde: > 5g/kg Körpergewicht/Tag
Katzen und Hunde: 0.5% des Körpergewichtes oder mehr

Klinische Symptome
Rinder, Pferde: Diarrhoe, Ataxie, Anämie, Ikterus, Hämoglobinurie. Durch Verfüttern von Zwiebeln werden Milch und Fleisch geschmacklich verändert. Rinder sind am empfindlichsten, Pferde etwas weniger. 6-12 Monate alte Kälber, welche für 5 Tage 8-15 kg Zwiebeln täglich fressen, entwickeln die charakteristische Heinz-Körperchen in den Erythrozyten und eine hämolytische Anämie.
Schafe, Ziegen: Scheinen resistenter zu sein.
Hunde: Akitas und Shibas, welche einen hohen Erythrozytengehalt, sowie einen reduzierten Gluthation- und Kaliumspiegel haben, sind besonders empfindlich auf den hämolyischen Effekt des N-Propyl-Disulfids. Hunde zeigen auch Vegiftungserscheinungen, nachdem sie eine grosse Menge gekochter Zwiebeln gefressen haben.

Symptome
Hämoglobinurie, blasse Schleimhäute, Tachypnoe, Tachykardie, schwacher Puls, Heinz-Körperchen in den Erythrozyten, hämolytische Anämie.

Diagnose
Hämolytische Anämie und das Vorhandensein von Heinz-Körperchen sind charakteristisch für eine Zwiebelvergiftung.

Therapie
Dekontamination / Symptomatische Therapie (Notfalltherapie).
Bluttransfusion bei starker Anämie.



Hier ein guter Link mit vielen Informationen zu verschiedensten Stoffen: http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm



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